Wiederholt wird die Salirophilie als Ausnahmeerscheinung und seltene Praktik im BDSM bezeichnet. Dabei ist diese Spielart eine recht Gängige. Auch als Saliromanie bezeichnet, stellt sie eine mehr erniedrigende und weniger schmerzhafte Behandlung der Bottoms dar. Sie kann zudem hervorragend in laufende Sessions einbezogen werden. Nicht selten ist sie Bestandteil beim Petplay.

Was ist Salirophilie bzw. Saliromanie?

Als Salirophilie wird ein Fetisch bezeichnet, der mit der Beschmutzung des Subs zu tun hat. Dabei werden Sklaven mit Schmutz, Flüssigkeiten oder breiigen Substanzen jeglicher Art beworfen, bespritzt oder müssen sich darin wälzen. Auch Sperma, Urin oder Kot können Bestandteil der Praktik sein.

Gerne wird die Beschmutzung im Gesicht vorgenommen, weil das besonders demütigend ist. Allerdings kann auch der ganze Körper verdreckt werden. Erregt diese Behandlung die Beteiligten, wird von Salirophilie gesprochen. Häufig ist während einer salirophilen Behandlung ein entsprechendes Publikum anwesend.

Welche Varianten gibt es?

Die Ausführung dieser Behandlung ist mannigfaltig, sie kann also auf vielerlei Arten gestaltet werden. Sie kann sowohl in Räumen, aber auch in Ställen oder Outdoor stattfinden. Nicht selten kommt Salirophilie bei Gangbangs vor. Dabei verwöhnen die Sklaven eine Vielzahl von zumeist Männern, die ihr Sperma auf Gesicht und Körper der Subs spritzen. Im weiteren Verlauf kann es dabei vorkommen, dass die Bottoms auch sprichwörtlich mit Urin geduscht werden.

Outdoorspiele in Gärten oder auch Wäldern können ähnlich ablaufen. Die örtlichen Gegebenheiten erlauben es zudem, dass beispielsweise nach Regenwetter ein Bottom dazu aufgefordert wird, sich in dreckigen Pfützen oder Erdhaufen zu wälzen.

Beliebt sind Spiele in einem Stall, in welchem Bottoms augenscheinlich wie Vieh gehalten werden. Dabei werden Boxen mit Stroh ausgelegt, ansonsten ist das gesamte Umfeld eher schmuddelig. Die Sklaven suhlen sich im Dreck und werden mit weiterem Unrat oder Essensresten beworfen.

Während der Beschmutzung werden die Sklaven verbal erniedrigt, bespuckt und verhöhnt. Sie können gerade wegen ihres beschmutzten Körpers auf verschiedenste Weise bestraft werden. Die Kombinationen innerhalb der Salirophilie sind beinahe grenzenlos, und die Grenzen zwischen den einzelnen Spielarten können stark variieren.

Was macht den Reiz dieser Praktik aus?

Salirophilie wird auf mehrere Arten genossen. Neben der Beschmutzung des Körpers geht es um die damit einhergehende verbale Erniedrigung. Devote Teilnehmer liefern sich dem Spott der Dominanten komplett aus, werden nicht müde, sich weiter benutzen zu lassen, und sind dabei dankbar für jedes höhnische Wort. Selbst wenn die Aussicht auf Strafe ein großer Motivator sein kann, ist es letztlich die Demütigung, welche die sexuelle Erregung auslöst.

Herrinnen und Herren genießen die Bereitschaft der Sklaven, sich mit jeglicher Art von Unrat, Dreck oder Körperflüssigkeiten beschmutzen zu lassen. Einhergehend mit der Erniedrigung können dominante Menschen die innere Befriedigung häufig am besten dann finden, wenn sie die salirophile Session vor einem bestimmten Publikum zeigen. Sie fordern dabei die Zuschauer gerne auf, sich an der Behandlung zu beteiligen.

Gibt es Risiken?

Da es bei Salirophilie um Beschmutzung geht, ist zunächst auf die Hygiene kein besonderer Wert zu legen. Trotzdem sollte eine gründliche Körperreinigung nach der Session stattfinden. Während der Behandlung sollten die Bottoms nicht körperlich verletzt werden, beispielsweise durch die Nutzung eines Rohrstocks (Caning). Denn Wunden können sich im Dreck natürlich entzünden.

Wenn es um Körperflüssigkeiten geht, sollte vorher geklärt werden, dass die Teilnehmer einer solchen Sitzung gesund sind. Die Gefahr einer Infektion durch Geschlechtskrankheiten ist bei Salirophilie sehr hoch.

Generell ist die Salirophilie ein Fetisch, der auch von Anfängern gut ausgeführt werden kann. Solange Risiken wie Krankheiten ausgeschlossen werden können, ist diese Praktik fast überall und ohne Probleme gut durchzuführen.

Wieder einmal muss darauf hingewiesen werden, dass alle BDSM-Spielarten im Vorfeld abgestimmt werden sollten, um zu sehen, wo die jeweiligen Partner ihre Limits und Grenzen haben. Besonders aufgrund der Beschmutzung ist zu besprechen, welche Art von Dreck und Körperflüssigkeiten zum Einsatz kommen kann, und welcher nicht akzeptiert wird. Ist das geklärt, ist die Technik für alle Teilnehmer ein purer Genuss.