In einer festen Beziehung, deren dominanter Teil die Frau ist, kann es durchaus in regelmäßigen Abständen zu sexuellen Handlungen der Frau mit anderen Männern kommen. Wenn das eine sexuelle Stimulation für ihren Partner darstellt, wird er als Cuckold bezeichnet. Wie weit dieser Lifestyle gehen kann, wird hier beschrieben.

Was ist Cuckold?

Im BDSM ist es nicht selten, dass der devote männliche Partner ein Cuckold ist. Häufig wird er von seiner Herrin auch dazu gemacht, und stellt erst danach fest, dass er es genießt, seine Partnerin mit anderen Männern zu sehen.

Obwohl ein Cuckold nicht immer dabei ist, wenn seine Frau Geschlechtsverkehr mit anderen Herren hat, wird sie es ihm in jedem Fall erzählen. Heimlichkeiten haben in solch einer Beziehung keinen Platz. Das Paar genießt die Situation. Emotional hat die Herrin jedoch meistens eine wesentlich tiefere Bindung zu ihrem Sklaven, als zu den Männern, mit denen sie Sex hat.

Was macht diese Praktik so reizvoll?

Das Zusehen, während seine Herrin von einem anderen Mann genommen wird, ist nicht das Einzige, was den Cuckold anmacht. Es ist das Gesamtpaket, das die Situation für ihn sowohl äußerst erregend, und zugleich demütigend macht.

So kann es sein, dass die Herrin ihren Sklaven einfach wissen lässt, dass sie gerade Sex mit einem anderen Mann hatte. Oft beweist sie es ihm, indem sie sichtbare Spuren des Abenteuers präsentiert. Es ist aber auch möglich, dass sie vom vermeintlichen Fremdgehen ein kleines Video mitbringt, dass sie gemeinsam mit dem Cuck ansieht, um ihn zu erniedrigen.

Die häufigste Variante ist, dass der devote Mann anwesend ist, während seine Herrin von einem Anderen beglückt wird. Sie wird zeigen, wie sehr sie es genießt und dabei den Partner mit Worten degradieren. So wird sie seine Unfähigkeit im Bett erwähnen oder die Größe seines Penis verlachen. Sie wird während des Geschlechtsverkehrs nichts unversucht lassen, um den Cuck lächerlich zu machen. Häufig hilft ihr Sexualpartner mit, was die Erregung des Cucks noch weiter ansteigen lässt.

Am Ende des Akts kann es vorkommen, dass der Sklave zu oralen Handlungen an der Herrin hinzugezogen wird. Er säubert ihre Vagina vom Sperma des Mannes, der sie gerade befriedigt hat. Währenddessen
geht die verbale Erniedrigung weiter. Besonders strenge Herrinnen bestehen auch darauf, dass der
Penis ihres Liebhabers ebenfalls vom Cuck mit den Lippen gereinigt wird. Das erniedrigt den Cuck noch mehr, besonders dann, wenn er keine ausgeprägte Neigung zur Bisexualität hat.

Die dominante Frau genießt ihre Macht über ihren Partner. Wenn er zum Cuck geworden ist, steht ihrer sexuellen Freiheit nichts im Wege. Sie kann sich ungeniert vergnügen, und dabei noch ihrer Leidenschaft zur Demütigung nachgehen. Zu wissen, dass sie mit jedem Mann ein Verhältnis haben kann, das letztlich von ihrem Partner noch unterstützt wird, gibt den Femdoms dabei den ultimativen Kick.

Cuckolding sollte keinesfalls mit Fremdgehen verwechselt werden. Der sexuelle Kontakt findet offen und ohne Heimlichkeit statt. Auch das Wife-Sharing hat nichts mit dem Cuckold-Lifestyle zu tun. Denn dabei hat der Mann keine devoten Züge, er nimmt den eher dominanten Part ein.

Wie erkläre ich meinem Partner, dass ich Cuckold gerne ausprobieren möchte?

In einer BDSM-Beziehung ist es einfacher, der Herrin den Wunsch zu unterbreiten. Außerhalb der Behandlungen kannst du jederzeit ansprechen, dass du es schön finden würdest, deiner Partnerin beim Sex mit einem anderen Mann zuzusehen. Natürlich kommt es darauf an, ob sie überhaupt offen für Geschlechtsverkehr mit anderen Männern ist. Doch die meisten Femdoms finden diesen Gedanken ebenfalls reizvoll.

Letztlich muss am Anfang vorsichtig vorgegangen werden. Ein langsamer Einstieg ist empfehlenswert. Eventuell kann dieser Anfang ein heißer Flirt der Herrin vor deinen Augen sein. Was sich von da an ergibt, liegt in ihren Händen. Immerhin muss auch die Chemie zwischen ihr und dem Liebhaber stimmen. Letzterer muss auch akzeptieren, dass er nie mehr als ein Sexobjekt für sie sein wird.

Die Herrin kann im Zuge einer Behandlung mit der Thematik beginnen. Sie kann in die verbale Demütigung einfließen lassen, wie schlecht sie sich durch den Sklaven befriedigt fühlt, und wie
gerne sie Sex mit einem anderen Mann haben würde. Die Reaktion des Sklaven darauf, selbst wenn sie erst nach der Sitzung kommt, ist wegweisend für den möglichen Beginn einer Cuckold-Beziehung.

Wo finde ich Gleichgesinnte?

Es ist nicht mehr so schwierig, Leute mit der gleichen Gesinnung zu finden, wenn es um das Thema Cuckolding geht. Tatsächlich finden sich im Internet einschlägige Sites mit Communities oder Foren, in denen offen nach Partnern für diesen Lifestyle gesucht wird.

Hier gilt es natürlich sorgsam abzuwägen, wer zu euch und diesem besonderen Vergnügen passt. Ein zwangloses Treffen auf neutralem Boden ist bei Internetbekanntschaften immer anzuraten.

In der BDSM-Szene gibt es ganze Treffen, die sich diesem Thema widmen. Wann und wo diese stattfinden, kann ebenfalls im Internet herausgefunden werden. In BDSM-Foren werden Ort und Zeitpunkt angegeben, ebenso erfährst du hier die Voraussetzung zur Teilnahme. Selbst wenn du nur als Zuschauer teilnimmst, kannst du gute Kontakte bei solchen Events knüpfen.

Abschließend muss gesagt werden, dass der Cuckold-Lifestyle aufregend und schön ist, allerdings sollte bei wechselnden Partnern immer auf den Schutz der Gesundheit geachtet werden. Ungeschützter Sex sollte nur mit Menschen stattfinden, die du kennst und denen du vertraust. Dann steht dem Spaß nichts mehr im Wege.