Der Begriff „Hogtied“ stammt ursprünglich aus der englischen Viehhaltung, und bezeichnet eine Art der Fesselung, wie sie zumeist Schweinen zukommt, die an der Flucht gehindert werden sollen. Da Subs beim BDSM teilweise wie Tiere, also Pets, behandelt werden, wurde die Begrifflichkeit übernommen.

Der passive Teil wird von Herrin oder Dom gekrümmt gefesselt. Er kann sich so nicht mehr bewegen, und die intimen Körperteile werden dabei oft leicht zugänglich gemacht.

Was ist Hogtie?

Die Sklaven müssen zunächst auf dem Bauch liegen, die Arme werden am Rücken gefesselt, die Knöchel ebenfalls durch Bondage-Seile, Ketten oder Manschetten verbunden. Durch ein Verbindungsstück werden Hand- und Fußgelenke zusammengezogen, was die Subs in eine gekrümmte Lage bringt. Sie sind somit nicht länger fähig, sich zu bewegen.

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Zusätzlich zu Hand- und Fußgelenken kann ein Halsband um den Nacken der Subs eine zusätzliche Verbindung zu Armen und Beinen darstellen. So verschnürt wird dem Sub das Atmen erschwert, wenn er sich bewegt. Hierbei sind die devoten Teilnehmer noch mehr in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Diese Variante empfiehlt sich aber erst, wenn bereits ein gewisses Maß an Übung vorliegt.

Die Art der Fesselung kann noch weiter variieren. So können auch Oberschenkel einbezogen, oder, bei weiblichen Sklaven, die Brüste abgebunden werden. Männliche Masochisten lassen bei dieser Ausführung des Bondage gerne Penis oder Hoden einbeziehen. Der Fantasie und Kreativität sind keinerlei Grenzen gesetzt, solange beide Teilnehmer damit einverstanden sind.

Was die Erregung häufig noch mehr ansteigen lässt, ist die Verwendung eines Knebels, während die Hogtie-Praktik ausgeführt wird. Hier gilt es, ein paar Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, doch darüber später mehr.

Bilder sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte, von daher gibt’s hier eine ausführliche Anleitung für eine Variante des Hogties:

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Was macht den Reiz dieser Praktik aus?

Erneut geht es beim Hogtie um Unterwerfung und bedingungslose Hingabe. Einmal mehr bieten sich so Sklaven den dominanten Partnern an, und machen ihnen so das größte Geschenk, dass einer Herrin oder dem Herrn gemacht werden kann. Sie schenken sich selbst, bieten sich an, geben sich hin, um in der Lust des Schmerzes zu vergehen.

Für Doms ist die Hilflosigkeit, die das Hogtie offensichtlich macht, Motivation zu weiterer Demütigung. Während ein Sklave sich kaum bewegen kann, wird ein dominanter Partner alles versuchen, um seine Subs weiter zu erniedrigen.

Auch, oder gerade deshalb, werden Sklaven nicht selten hogtied für andere zur Schau gestellt. Dabei müssen sie neben der Fesselung sowohl verbale Demütigung, aber auch Caning oder andere Strafen ertragen. Nicht zuletzt werden die Geschlechtsteile stimuliert. Diese sind beim Hogtie meist leicht zugänglich für Penetrationen aller Art.

Welche Varianten gibt es?

Es gibt einige Varianten zum Thema Hogtie, die einfachste, und somit für Anfänger am besten geeignet, ist das Fesseln von Hand- und Fußgelenken, und das darauf folgende Verbinden um eine gekrümmte Haltung hervorzurufen. Allein das setzt ein gewisses Maß an Übung oder natürlicher Beweglichkeit für die Sklaven voraus. Später kann dann eben auch ein Halsband zum Einsatz gebracht werden, um den Hals mit einzubeziehen.

Neben der Basisfesselung können die Genitalien des Mannes zusätzlich einbezogen und verschnürt werden. Frauen müssen es oftmals ertragen, dass ihre Brüste straff abgebunden werden, bis sie sich dunkel verfärben. So mancher dominante Teilnehmer entpuppt sich als wahrer Künstler im Bereich Hogtie. Durch verschiedene Schnürungen und Knoten bilden sie eine fast schon komplizierte Fesselung, bei der je nach Bewegung des Subs, diverse Körperteile stärker abgebunden werden, als in der Grundstellung.

Viel mehr Erfahrung bedarf es, wenn der hogtied Sub an einem Seil in die Höhe gezogen wird. Das verursacht nicht nur Schmerzen, sondern das Gewicht des Körpers sorgt für zusätzliche Straffheit der Seile, Manschetten oder Ketten. Für Doms ist dies die ultimative Art des Hogtie, da sie ihre Sklaven auf diese Weise perfekt in Position bringen können, was immer sie auch mit ihnen vorhaben.

Hier geht’s zu den Hängefesseln

Die Verwendung eines Knebels oder Mundknebels, ist für jede Art des Hogtie möglich. Doch auch hier ist ein wenig Erfahrung notwendig. Da hier kein Signalwort hilft, sollten Sub und Dom ein Zeichen vereinbaren, dass die Session bei Bedarf unterbricht.

Welche Risiken bestehen?

Da beim Hogtie verschiedene Utensilien zur Schnürung verwendet werden, musst du darauf achten, dass die Fesselung nicht so fest ist, dass sie dir den Atem nimmt. Atemnot ist die häufigste Art von Risiko beim Hogtie und muss unbedingt ausgeschlossen werden, da die Sitzung durchaus einen tödlichen Verlauf nehmen könnte. Um auch die Gefahr eines längeren Sauerstoffmangels auszuschließen, darf ein dominanter Teilnehmer den verschnürten Sub niemals unbeaufsichtigt
lassen.
Auf das Geben des Signalzeichens ist die Sitzung augenblicklich abzubrechen!

Beim Fesseln selbst sollte dafür Sorge getragen werden, dass die Krümmung des Körpers keine Schäden an der Wirbelsäule verursacht. Weiter gibt es die Gefahr von Krämpfen aufgrund der Position, diese sind jedoch nicht wirklich gefährlich, sondern nur ziemlich schmerzhaft.

Ebenfalls problematisch kann ein Knebel oder Ballgag werden. Achte darauf, dass immer ausreichend geatmet werden kann, um kein böses Erwachen aus einem heißen Traum zu erleben.

Worauf sollten gerade Anfänger achten?

Im Eifer des Gefechts wird die Praktik des Hogtie ziemlich unterschätzt. Die Fesselung ist schmerzhaft, unbequem und erniedrigend. Natürlich soll das so sein, aber Anfänger sind nicht selten der Meinung, was in Videos so mühelos gelingt, gelte auch für sie. Alle devoten und masochistischen Sklaven müssen lernen, sich an die starke Krümmung über einen längeren Zeitraum zu gewöhnen, und sie auszuhalten. Mit der Zeit und regelmäßiger Übung wird es von Mal zu Mal einfacher.

Beginnende Herrinnen oder Herren haben mit der Fesselung an sich zunächst Mühe. Um die Schnürung richtig zu setzen, kann einschlägige Literatur im Internet abgerufen werden. Es gibt zu diesem Thema sogar diverse Tutorials. Auch hier gilt, dass Übung den Meister macht.

Die Teilnehmer sollten, wie immer bei BDSM-Praktiken, langsam und vorsichtig beginnen, bis beide wissen, wozu sie in der Lage sind, oder wie viel sie aushalten können. BDSM ist sicherlich nicht mit „normalen Sexpraktiken“ zu vergleichen. Die Praktiken müssen geübt und getestet werden, und alle Teilnehmer wachsen letztlich an ihren Aufgaben. In der aktiven Szene gibt es Doms, die Anfängern sowohl bei der Erziehung, als auch bei der Ausübung von Strafen helfen. Von solchen Meistern ihrer Kunst kannst du mehr lernen, als aus jedem Buch oder Video.