Der Frogtie ist schon fast als Klassiker in der Welt des BDSM anzusehen. Oft wird angenommen, dass diese Art der Fesselung die Bottoms in totale Bewegungslosigkeit verbannt, jedoch stimmt das nicht ganz. Die Gefesselten sind in der Lage sich zu bewegen, jedoch auf eine ziemlich unbeholfene Art.

Was ist Frogtie?

In Anlehnung an das englische Wort Frog, also Frosch, bezeichnet Frogtie eine Art der Fesselung in der BDSM-Szene. Dabei werden die Knöchel der Subs mit den Oberschenkeln verschnürt bzw. verbunden. Die so erlangte Stellung erinnert an einen sitzenden Frosch, was der Technik den Namen verlieh. Alternativ und sehr häufig werden die Arme ebenfalls straff auf dem Rücken gefesselt, was zu mehr Bewegungsunfähigkeit führt.

Doch nicht nur kniend ist Frogtie möglich. Manche Tops positionieren ihre Bottom so, dass sie auf dem Rücken liegen. Auch auf dem Bauch liegend ist Frogtie möglich. Egal, für welche Stellung sich die Herrschaft entscheidet, es ändert nichts an der Exposition der Vagina oder des Penisses.

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Was macht den Reiz dieser Praktik aus?

Die durch Frogtie erreichte Stellung liefert die Sklaven ihren Tops erst einmal bedingungslos aus. Mit gespreizten Beinen offenbaren sie ihr Geschlecht, und machen es so zugänglich für Reizung und Berührung. Herrin oder Herr können ungehindert sexuell stimulieren, brechen jedoch immer wieder ab, was die Erregung ins Unermessliche steigert. In Kombination mit anderen Praktiken wird Frogtie zu einer sinnlichen Erfahrung.

Die Position selbst ist für die Bottoms unangenehm. Zumeist knien sie während der Session über einen längeren Zeitraum, was schnell schmerzhaft werden kann. Erhalten die Sklaven dann die Order, sich zu bewegen, ist dies nur auf Knien robbend möglich. Die möglicherweise gefesselten Arme erschweren den Erhalt des Gleichgewichts der Bottoms zusätzlich. Bewegungen werden oft verhöhnt, um den Effekt der Erniedrigung zu erhalten.

Dominante Partner genießen es, die Bottoms zu stimulieren, ihre Lust zu steigern und sie dabei betteln zu sehen. Sklaven zusätzlich der Lächerlichkeit eines Publikums auszusetzen, macht immer einen zusätzlichen Reiz aus. Außerdem prüft die Herrschaft gerne, wie viel ihre Bottoms aushalten können. Nicht zuletzt spielt die Optik eines im Frogtie gefesselten Sklaven eine Rolle für Tops. Die Fesselungstechnik wird oft als eine erotische Zurschaustellung hergenommen.

Natürlich spielt auch der Aspekt der Wehrlosigkeit in dieser Position eine Rolle. Weitere Bestrafungen müssen von den Sklaven ertragen werden, wobei die geöffnete Haltung beispielsweise mehr Spielraum für ein Spanking der Geschlechtsteile bietet.

Welche Risiken bestehen?

Vom Frogtie selbst gehen nur wenige wirkliche Risiken aus. Es sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass die Fesselung nicht die Blutzufuhr unterbricht, was im schlimmsten Fall eine Ohnmacht des Bottoms und weitere schlimme Schäden (schlimmstenfalls mit Todesfolge) verursachen kann.

Wird beim Frogtie der Nacken und Hals involviert, beispielsweise indem die Knöchel oder Handgelenke mit dieser Körperregion verbunden werden, sollten die Sklaven nie unbeaufsichtigt gelassen werden, um die Gefahr einer Selbststrangulation ausschließen zu können.

Worauf sollten gerade Anfänger achten?

Fesselspiele sind aufregend und ziehen die meisten Anhänger der BDSM-Szene an. Sie bergen aber einige Gefahren, die es nie zu unterschätzen gilt. Ist die Fesselung zu fest, entstehen leicht Abschürfungen und Blessuren, die nicht verunreinigt werden dürfen, um sich nicht zu entzünden. Somit ist in jedem Fall auf Sauberkeit und Hygiene zu achten. Wird zu eng verschnürt, wird die Blutzufuhr unterbrochen, was schwere gesundheitliche Folgen haben kann.

Für Frogtie, wie auch für andere BDSM-Praktiken sollte immer ein Signalwort vereinbart werden, bei dessen Nennung die Session unverzüglich abgebrochen werden muss.